20 Monate Nord- und Mittelamerika im ADRIA TWIN Supreme 600 SPB
20 Monate. 10 Länder. Von den Weiten Alaskas bis zu den Palmen Costa Ricas. Manche Reisen verändern den Blick auf die Welt. Andere verändern das eigene Leben. Für uns war diese Reise beides.
Unser ADRIA war dabei nie nur ein Fahrzeug.
Der Beginn eines neuen Kapitels
Als wir unseren TWIN Campervan nach dem Verschiffen in Kanada übernommen haben, begann für uns ein völlig neues Kapitel.
Wir wussten bereits, dass wir gerne gemeinsam unterwegs sind. Viele Reisen hatten uns schon gezeigt, dass wir auch auf kleinem Raum gut miteinander funktionieren. Trotzdem war das Leben mit und im eigenen Kastenwagen für uns noch recht neu. Vor der großen Reise hatten wir deshalb kleinere Touren unternommen, um ein Gefühl für den Van, den Vanlife-Alltag unterwegs und die Abläufe zu bekommen.
Denn knapp zwei Jahre auf einem anderen Kontinent zu verbringen, ohne genau zu wissen, was uns erwarten würde, war noch einmal eine ganz andere Sache.
Ein großer Teil unserer Motivation für diese Reise war es, unseren bisherigen Alltag und unsere Komfortzone zu verlassen, die Welt und ferne Kulturen wirklich kennenzulernen und Orte nicht nur kurz zu besuchen, sondern sie tatsächlich zu erleben.
Gleichzeitig wollten wir unsere Leidenschaft für die Foto- und Videografie weiter ausleben, besondere Landschaften und Momente festhalten und die Geschichten hinter unserer Reise mit Freunden, Familie und allen Reiseinteressierten teilen.
Wie aus einem Camper unser Zuhause wurde
Was zunächst als großes Abenteuer mit vielen offenen Fragen begann, entwickelte sich schnell zu einer ganz besonderen Art zu leben und zu reisen.
Mit jedem Kilometer wurde aus einem Camper unser Zuhause: ein vertrauter Rückzugsort, der uns Sicherheit gegeben hat. Egal, an welchem neuen Ort wir am nächsten Morgen aufgewacht sind.
Hier haben wir gearbeitet, erste Kundenprojekte umgesetzt, Videos geschnitten, Fotos bearbeitet, unsere nächsten Etappen geplant und unzählige Erinnerungen gesammelt.
Während sich draußen täglich Landschaften, Kulturen und Länder veränderten, blieb eines immer gleich: Wir hatten unser Zuhause dabei.
Über ein Jahr lang haben wir keine einzige Nacht in einem Hotel verbracht. Unser Zuhause stand oft mitten in der Natur, an Stränden, in den Bergen und manchmal an Orten, an denen weit und breit niemand sonst war.
Gleichzeitig bedeutete diese Freiheit auch, unterwegs immer wieder neu zu planen. Mithilfe von Apps wie iOverlander konnten wir Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten sowie besondere Schlafplätze entlang unserer Route finden, die bereits von anderen Overlandern geteilt worden waren. So konnten wir unsere Reise jederzeit flexibel gestalten.
Genau diese Kombination aus Freiheit und Unabhängigkeit hat für uns den besonderen Reiz des Reisens mit dem eigenen Campervan ausgemacht.
Zuhause zwischen Alaska und Panama
Wir erinnern uns besonders an eine Nacht am Moonscape Overlook in Utah: Kein Mensch weit und breit. Nur skurrile Felsformationen, absolute Stille und ein Sonnenuntergang über einer Landschaft, die aussieht wie von einem fremden Planeten. Kein Wunder, dass diese Region auch für die Raumfahrt interessant ist. Nicht weit entfernt befindet sich die Mars Desert Research Station, in der Bedingungen für zukünftige Missionen zum Mond oder Mars simuliert werden. Eine Umgebung, die selbst Raumfahrtteams nutzen, um Erfahrungen für die Erkundung fremder Welten zu sammeln.
Und genau hier standen wir, unser Zuhause direkt dabei, völlig unabhängig, nichts vermissend und jeden einzelnen Moment dieser besonderen Umgebung aufsaugend. Ganz ehrlich: Nichts ist schöner, als die Abenddämmerung zu bemerken und zu wissen, dass wir nicht mehr losmüssen. Nicht weiterfahren, nicht zu einem Hotel oder einer anderen Unterkunft. Wir haben alles hier und können einfach bleiben.
Kühlschrank, Batterie und Frischwassertank sind gefüllt und in der Toilette ist noch reichlich Platz. Kein Stress, kein Abbruch, nichts von all dem. Für uns: unbezahlbar. Während der Kaffee vor Sonnenaufgang auf dem Herd steht, starten wir den Tag mit Blick auf die sich vor uns auftuende, fast unwirklich erscheinende Landschaft. Bevor es für uns weitergeht, lassen wir die Drohne in die Luft, um die Weite und die Dimensionen dieses Ortes noch besser zu begreifen und festzuhalten.
Einige Monate zuvor hätten wir uns kaum vorstellen können, wie unterschiedlich und offen viele der Orte sein würden, an denen wir unser Zuhause aufschlagen konnten. Auf dem Denali Highway in Alaska fahren wir stundenlang durch eine beeindruckende Wildnis und Bergkulisse und begegnen kaum einem anderen Fahrzeug.
Monate später führt uns unsere Reise entlang der Westküste weiter nach Mexiko. Dort verbringen wir mehrere Monate, tauchen in die Geschichte der Maya und Azteken ein und bestaunen Orte wie die Pyramiden von Teotihuacán.
Weiter südlich erleben wir die unglaubliche Tierwelt Costa Ricas und stehen schließlich an tropischen Stränden, umgeben von Palmen und dem Rauschen des Karibischen Meers – oftmals ganz für uns allein.
Natürlich hatte jedes Land seine Besonderheiten – sowohl in Bezug auf die Regelungen zum Freistehen als auch hinsichtlich bestimmter Sicherheitsaspekte. Daran mussten wir uns immer wieder anpassen. Dennoch haben wir überwiegend positive Erfahrungen gemacht und würden jedes dieser Länder direkt wieder bereisen.
Warum genau diese Reise mit dem ADRIA TWIN möglich war
20 Monate unterwegs zu sein bedeutet mehr als „nur Urlaub“.
Es bedeutet arbeiten, leben, schlafen, kochen, planen und manchmal auch, einen Regentag komplett im Fahrzeug zu verbringen.
Gerade deshalb haben wir den ADRIA TWIN Supreme 600 SPB im Laufe unserer Reise immer mehr schätzen gelernt:
Regentage? Kein Problem. Auch bei schlechtem Wetter hatten wir einen gemütlichen Rückzugsort.
Genügend Stauraum für Lebensmittel, Kameraequipment und Kleidung.
Komfortables Leben und Arbeiten unterwegs.
Autarkes Stehen an Orten ohne Infrastruktur.
Kompakte Abmessungen für Großstädte und abgelegene Straßen.
Erstaunlich gute Offroad-Eigenschaften. Natürlich gibt es Grenzen, aber wir waren überrascht, was alles möglich war. Diese Grenze erreichten wir schließlich an einem Strand in Mexiko. Der zu lockere Sand wurde dann doch zu viel und wir saßen schnell fest. Aber das kann selbst einem 4x4-Fahrzeug passieren.
Ein Wohngefühl, das sich auch nach dieser Reise noch immer wie Zuhause anfühlt.
Verschiffen nach Nordamerika
So kommt der eigene Van auf einen anderen Kontinent
Viele glauben, eine solche Reise sei unglaublich kompliziert. Dabei ist das Verschiffen einfacher, als man zunächst denkt.
Ganz grob waren für uns die folgenden Punkte besonders wichtig:
Die Verschiffung erfolgt über spezialisierte Reedereien, für die solche Transporte zum Tagesgeschäft gehören.
Das Fahrzeug wird im Hafen abgegeben, während man selbst separat anreist. Einige Wochen später kann der eigene Camper am Zielhafen wieder übernommen werden.
Versicherung und temporäre Einfuhr werden vorab organisiert.
Persönliche Gegenstände konnten zu unserer Reisezeit größtenteils im Fahrzeug verbleiben. Dies ist jedoch abhängig von der jeweiligen Reederei und den geltenden Verschiffungsbedingungen.
Für uns war das die beste Entscheidung. Kein Mietfahrzeug hätte uns dieselben Vorteile geboten wie ein ADRIA Campervan, der an unsere eigenen Bedürfnisse angepasst war.
Fünf Dinge, auf die wir unterwegs nicht mehr verzichten würden
1. Drohnen – ohne geht es für uns nicht mehr
Nur mit ihnen konnten wir die für uns so wichtigen, außergewöhnlichen Perspektiven unserer Reiseziele festhalten und Orte aus Blickwinkeln zeigen, die vom Boden aus nicht möglich gewesen wären.
2. Kaffeeausstattung – kleine Rituale machen den Unterschied
Eine kleine Bialetti für den Gasherd und ein Aufschäumstab für den passenden Milchschaum. Für uns: lebensnotwendig.
3. LED-Solarlampen mit Magnet – unterschätzt, aber unglaublich praktisch
Vor der Reise haben wir uns sechs kostengünstige LED-Außenlampen mit eigener Solaraufladung besorgt. Auf der Rückseite haben wir Magnete angebracht, sodass wir sie flexibel an verschiedenen Stellen am Fahrzeug befestigen konnten.
Durch den integrierten Bewegungsmelder waren sie nicht nur ein kleines Gadget, sondern unterwegs auch ein praktischer Sicherheitsaspekt.
4. Massagepistole – kleiner Luxus unterwegs
Gerade bei teilweise sehr langen Fahrtagen war eine Massagepistole für uns ein echter kleiner Helfer.
Stundenlanges Sitzen hinter dem Lenkrad führt schnell zu Verspannungen. Deshalb war sie oft Gold wert, um die Muskulatur zu lockern und wieder etwas Entspannung in den Körper zu bringen.
5. Elektrische Fliegenklatsche – unser heimlicher Held
Spätestens in Alaska wurde sie zu einem unserer wichtigsten Gadgets.
Trotz geschlossener Türen fanden die dortigen Moskitos immer wieder ihren Weg ins Fahrzeug. Mit der elektrischen Fliegenklatsche waren die ungebetenen Gäste schnell Geschichte und wir mussten nachts keine Mücken mehr von den Wänden wischen.
Seitdem ist sie immer mit an Bord.
Wir freuen uns auf alle weiteren Abenteuer, die wir mit dem TWIN Supreme 600 SPB erleben dürfen. Schaut gerne bei unserer Webseite vorbei oder folgt auf YouTube, Instagram oder Facebook und seid dabei!
Jenny & Martin von Himmelwerke
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Und für alle, die jetzt auch los wollen: hier geht es zur ADRIA TWIN Campervan Kollektion!