Wohnwagenreise nach Großbritannien: Eine Tour mit dem ADRIA Adora 613 UT
Warum wir uns für eine Wohnwagenreise nach England entschieden haben
Seit Jahren entscheiden wir unsere Sommerferien einstimmig: Wohin geht es mit dem Wohnwagen? Dieses Mal fiel die Wahl auf Südengland. Nicht London zuerst, nicht die typischen Klassiker allein, sondern eine Route, die neugierig macht: Spuren von Tolkien, Drehorte von Harry Potter, mittelalterliche Städte und Landschaften, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint.
Natürlich gab es Zweifel, die viele Caravaning-Fans kennen: Wie läuft die Fährüberfahrt? Wie schwierig ist der Linksverkehr? Wie kommen wir mit dem Wohnwagen durch enge Straßen? Und schaffen wir das entspannt mit einem anspruchsvollen Gespann? Doch genau hier zeigt sich, wie wertvoll ein durchdachter Grundriss, gutes Fahrverhalten und verlässliche Qualität sind. Mit unserem ADRIA Adora 613 UT fühlten wir uns bereit und mit ein bisschen Planung stand die Route. Dann hieß es: losfahren.
Anreise mit dem Wohnwagen: Entspanntes Tempo, große Vorfreude
Wir wählten bewusst ein gemächliches Tempo. Für uns gehört zum Caravaning nicht nur das Ziel, sondern auch der Weg: drei Zwischenstopps, um die Fahrt zu genießen und echte Reise-Momente einzusammeln.
Erster Stopp: Reims – die Stadt beeindruckt mit ihrer imposanten Kathedrale und einer Atmosphäre, die sofort entschleunigt. Danach zog es uns an die langen Strände rund um Calais: weite Horizonte, Wind, Sand und das Gefühl, dass Geschichte hier überall spürbar ist. Diese Küste war Schauplatz großer Ereignisse, und selbst ein kurzer Aufenthalt lässt einen respektvoll innehalten.
Schließlich standen wir in Calais bereit zur Überfahrt. Die Fähre, eine unserer größten Sorgen, entpuppte sich als überraschend einfach. An Bord wurde aus Anspannung Vorfreude und als die weißen Klippen von Dover am Horizont auftauchten, war klar: Das Abenteuer beginnt jetzt.
Erste Eindrücke in Großbritannien: Wie ein Filmsprung in eine andere Welt
Kaum hatten wir das Schiff verlassen, fühlte sich alles anders an. Kleine rote Backsteinhäuschen, schmale Straßen, Orte wie aus einem Harry-Potter- oder Sherlock-Holmes-Film. Genau dieser Wechsel – innerhalb weniger Stunden in einer neuen Welt anzukommen – macht eine Wohnwagenreise nach England so besonders.
Unsere Route: Drei Etappen, drei Campingplätze als Basis
Damit wir entspannt reisen und gleichzeitig viel sehen konnten, teilten wir die Tour in drei Etappen auf. Jede Etappe hatte einen Campingplatz als Ausgangspunkt, von dem aus wir die Umgebung mit dem Auto erkundeten. So blieb der Wohnwagen unser vertrautes Zuhause, während wir tagsüber flexibel auf Entdeckungstour gingen.
Etappe 1: Romney Meadows – Canterbury, Rye und Bodiam Castle
Unsere erste Station war der Romney Meadows Caravan and Camping Park. Schon die Anfahrt lieferte das erste „England-Gefühl“ und gleich auch den ersten Mutmoment: Wir machten Halt am Bodiam Castle und besichtigten die Burg mit dem gesamten Zug im Schlepptau. Angesichts der Enge englischer Straßen war das ein unvergessliches Erlebnis. Aber: Es hat sich definitiv gelohnt.
In den nächsten zwei Tagen standen Canterbury mit seiner majestätischen Kathedrale und die mittelalterliche Stadt Rye auf dem Plan. Und natürlich gehörte dazu auch das Kulinarische: Wir aßen in typischen englischen Pubs, genossen Fish and Chips und probierten die berühmten Fleischpasteten (Pies). Wer behauptet, das Essen in England sei schlecht, hat eindeutig nicht richtig gegessen.
Etappe 2: Salisbury und Stonehenge – Gänsehaut in der Geschichte
Zweite Station: Salisbury. Eine wunderschöne Stadt mit Backsteinhäusern, die direkt aus einem Roman von Jane Austen stammen könnten. Salisbury ist charmant, lebendig und gleichzeitig ruhig – perfekt für Caravaning, wenn man Kultur erleben und abends wieder in den Campingalltag zurückkehren möchte.
Und dann: Stonehenge. Das Wahrzeichen Englands – und viel mehr als ein Foto-Spot. Es ist schwer zu beschreiben, wie es sich anfühlt, am Fuße dieser alten Steine zu stehen. Man spürt, dass hier seit unzähligen Generationen Geschichten erzählt werden, irgendwo zwischen Wahrheit und Legende. Ein Moment, der bleibt.
Unsere größte Entdeckung: Die Cotswolds – England wie aus dem Bilderbuch
Die eigentliche Entdeckung dieser Wohnwagenreise waren für uns die Cotswolds. Eine ländliche Gegend voller charmanter Cottages, kleiner Kirchen und Kathedralen aus dem Mittelalter, einer Zeit, in der die Region dank des Wollhandels florierte. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein.
Man erwartet förmlich, dass jederzeit eine Figur aus einem Roman von Agatha Christie um die Ecke biegt. Wir machten uns außerdem auf die Suche nach Drehorten von Harry Potter. Im wunderschönen Dorf Lacock konnten wir durch Orte laufen, die sich wie echte Filmsets anfühlen: das Klassenzimmer für Zaubertränke, der Spiegelsaal und sogar das Haus der Potters.
Und dann dieser Tolkien-Moment: In Stow-on-the-Wold standen wir vor einem Tor, das J.R.R. Tolkien als Inspiration für den Eingang zu Moria in „Der Herr der Ringe“ gedient haben soll. Egal, wie oft man diese Geschichten gelesen oder gesehen hat. Wenn man plötzlich davorsteht, bekommt Literatur ein neues Gewicht.
Abendstimmung: Afternoon Tea, Bauernhofruhe und echtes Caravaning-Gefühl
Wir beendeten den Tag mit einem traditionellen englischen Nachmittagstee und Keksen. Unser Wohnwagen stand auf einem authentischen englischen Bauernhof, wir waren die einzigen Gäste. Nur wir und die herrliche Landschaft. Genau für solche Momente lieben wir das Camping: Wenn es still wird, man die Weite sieht und das eigene Zuhause auf Rädern direkt neben einem steht.
Oxford: Auf den Spuren von Hogwarts
Letzter Tag dieser Etappe: Oxford. Wir betraten die Trinity Church und die berühmten College-Gebäude – Orte, die man sofort erkennt, selbst wenn man nur ein einziges Mal „Harry Potter“ gesehen hat. Und dann diese Stufen: genau die Treppen, auf denen Professor McGonagall neue Schüler in Hogwarts willkommen heißt.
Ein Spaziergang durch den Speisesaal, der bis heute von Studenten genutzt wird, fühlt sich an wie ein Gang durch die Große Halle, die J.K. Rowling in ihren Büchern beschrieben hat. Oxford ist nicht nur Filmkulisse, es ist Geschichte, Architektur und Gelehrsamkeit in einer Stadt. Ein Sprung in eine andere Zeit.
Etappe 3: London mit dem Wohnwagen – ja, das geht!
Die letzte Station unserer Reise war London. Und ja: Man kann London mit dem Wohnwagen bereisen. Die Campingplätze sind zwar nicht so komfortabel wie die auf dem englischen Land, aber sie sind praktisch gelegen und ein guter Ausgangspunkt, um die Stadt zu erkunden.
Wir konnten die Reise nicht beenden, ohne die Harry Potter Warner Bros. Studios zu besuchen. Ein Traum wurde wahr und es war genauso magisch, wie wir es uns vorgestellt hatten.
Heimreise mit Zwischenstopps: Dünkirchen, Dinant und Colmar
Auf der Heimreise machten wir Halt in Dünkirchen mit seinen weitläufigen weißen Stränden, in der schönen Stadt Dinant in Belgien auf einem wunderschönen, von Grün umgebenen Campingplatz. Und schließlich in Colmar, vielleicht der berühmtesten Stadt im Elsass. Auch diese Stopps fühlten sich nicht wie „Rückweg“ an, sondern wie zusätzliche Kapitel unserer Tour.
Fazit: Mit dem ADRIA Adora 613 UT überall zu Hause
Wir kehrten mit Herzen voller Emotionen zurück – von einer fantastischen Reise zu Orten, die wir schon immer sehen wollten. Mit unserem Wohnwagen fühlten wir uns überall wie zu Hause. Der gemeinsame intime Raum, der nur uns gehörte, stärkte unser Familiengefühl. Und die Orte, die wir besucht haben, werden für immer ein Teil von uns bleiben.
FAQ: Häufige Fragen zur Wohnwagenreise nach Großbritannien
Kann man mit dem Wohnwagen nach England reisen?
Ja. Eine Wohnwagenreise nach England ist gut machbar. Viele Reisende nutzen die Fähre oder den Eurotunnel. Mit Planung für Anreise, Übernachtungsstopps und Campingplätze wird die Tour sehr entspannt. England bietet perfekte Voraussetzungen für Caravaning: abwechslungsreiche Landschaften, gut ausgebaute Campingplätze und eine faszinierende Mischung aus Geschichte, Literatur und Filmkulissen.
Wie läuft die Fährüberfahrt mit Wohnwagen ab?
Viele Caravaning-Einsteiger stellen sich ähnliche Fragen: Fähre oder Tunnel? Wir haben die Fähre bevorzugt. Die Überfahrt läuft in der Regel unkompliziert: Einchecken, Einweisen auf die Spur, an Bord fahren und entspannt übersetzen. Die Fährüberfahrt war sehr entspannt!
Ist Linksverkehr mit Wohnwagen schwierig?
Anfangs ungewohnt, aber schnell Routine. Wichtig sind vorausschauendes Fahren, genügend Pausen und das Bewusstsein für Abstände auf engen Straßen. Nach kurzer Zeit fühlt es sich erstaunlich normal an.
Sind die Straßen in Südengland zu eng für ein Wohnwagengespann?
Straßen im ländlichen Raum sind manchmal schmal, ja. Aber mit Ruhe, guter Routenplanung und einem kontrollierten Tempo klappt es. An einigen Stellen wird es „typisch England“, aber genau das macht den Reiz aus.
Gibt es gute Campingplätze in England für Caravaning?
Ja. England bietet viele Caravan Parks und Campingplätze mit guter Infrastruktur (Strom, Wasser, Entsorgung). Zusätzlich gibt es besondere Plätze wie Farm-Camping – ruhig, authentisch und naturnah.
Sind Campingplätze in England wohnwagenfreundlich?
Definitiv. Viele Plätze sind speziell auf Caravaning ausgelegt und bieten Strom, Wasser und viel Platz. Von klassischen Caravan Parks bis hin zu kleinen Bauernhöfen bietet England eine große Auswahl an Campingplätzen. Besonders positiv: die ruhige Lage, viel Natur und die gute Infrastruktur. Selbst mit Wohnwagen sind viele Sehenswürdigkeiten gut erreichbar.
Kann man London mit dem Wohnwagen bereisen?
Ja, London lässt sich mit dem Wohnwagen bereisen. Stadtnah gelegene Campingplätze sind oft funktional, aber als Ausgangspunkt ideal. Von dort kann man London per Öffentlichem Nahverkehr erkunden.
Südengland entdecken: Was muss man sich anschauen?
Unsere Route führte uns durch Canterbury, Rye, Salisbury und zu den mystischen Steinen von Stonehenge. Besonders begeistert haben uns die Cotswolds – eine der schönsten Regionen für Caravaning in England. Kleine Dörfer, historische Architektur und berühmte Drehorte aus Harry Potter und Der Herr der Ringe machen jede Etappe einzigartig.
Welche Route in England lohnt sich für Film- und Literaturfans?
Für Harry-Potter-Fans sind u. a. Lacock, Oxford und die Warner Bros. Studios Highlights. Tolkien-Spuren lassen sich z. B. in den Cotswolds entdecken – eine Region, die ohnehin zu den schönsten Reisezielen für Caravaning in England zählt.
Welche Vorteile bietet der ADRIA Adora 613 UT auf langen Reisen?
Unser Wohnwagen war während der gesamten Reise unser Rückzugsort. Der ADRIA Adora 613 UT bietet ausreichend Platz, durchdachte Stauraumlösungen und hohen Wohnkomfort, ideal für lange Strecken und wechselnde Campingplätze. Egal ob kurze Stopps oder mehrtägige Aufenthalte: Wir fühlten uns überall wie zu Hause.
Reise-Quickfacts
Reisetyp: Wohnwagenreise / Caravaning • Fahrzeug: ADRIA Adora 613 UT • Region: Südengland & London • Highlights: White Cliffs of Dover, Canterbury, Rye, Salisbury, Stonehenge, Cotswolds (Lacock, Stow-on-the-Wold), Oxford, Harry Potter Warner Bros. Studios • Reisegefühl: flexibel, familiennah, komfortabel – ein Zuhause auf Rädern.